THE STORY
Die Geschichte hinter Ride the Brand
Ich hätte mir früher nie vorstellen können, einen Mustang nach Deutschland zu importieren. Doch als meine Familie und ich beruflich von Arizona nach Deutschland gezogen sind, gehörten unsere Tiere selbstverständlich dazu, und so trat auch mein Mustang die Reise mit uns an. Mit der richtigen Planung, Sorgfalt und dem nötigen Know-how war das kein Problem.
Inzwischen haben wir Portugal zu unserer Wahlheimat gemacht. Deshalb werden nun drei weitere Mustangs aus Nordamerika zu uns kommen. Unser Ziel ist es, diesen Pferden ein neues Leben zu schenken, in einer Herde, mit viel Platz, Ruhe und einem möglichst natürlichen Umfeld.
Rancho Terra Bravo steht für Natur, Freiheit und Gelassenheit. Bei uns geht es nicht um Hype oder Pferdehandel. Es geht um echtes Horsemanship, individuelle Begleitung und Coaching, immer mit Respekt vor dem Pferd und dem Menschen.
Die drei Mustangs habe ich ganz bewusst für meine Coaching- und Regenerationsarbeit ausgewählt, insbesondere für US-Soldaten, die zu uns kommen, um zur Ruhe zu finden, Erlebtes zu verarbeiten und neue Kraft zu schöpfen. Für diese Arbeit bringen die Mustangs besondere Eigenschaften mit.
Für mich steht jedoch fest: Diese drei werden die letzten Mustangs sein, die ich für mich nach Portugal hole.
Sehr gerne unterstütze ich jedoch Menschen, die sich den Traum vom eigenen Mustang erfüllen möchten, allerdings mit einem realistischen Blick auf das, was dahintersteht.
Ich unterscheide dabei ganz bewusst: Die meisten Mustangs, die heute über das Makeover-System aus den USA nach Europa kommen, sind Pferde mit einer oft schwierigen Vergangenheit. Viele haben traumatische Erfahrungen gemacht und werden anschließend vor allem über ihr Aussehen oder ihre Geschichte vermarktet. Die romantische Vorstellung vom „wilden Mustang“ entspricht häufig nicht der Realität. Viele dieser Pferde haben nie lange in echter Freiheit gelebt oder wurden bereits in Auffangstationen geboren. Sie bringen belastende Erfahrungen mit, wurden mehrfach weitergereicht oder sogar aus einem Kill Pen gerettet. Ich möchte das bewusst hervorheben, denn das sind keine Mustangs! Das sind Geschichten von Pferden, die du auch in Deutschland oder Europa retten könntest.
In den vergangenen Jahren ist rund um den Mustang ein regelrechter Hype entstanden. Nicht selten bezahlen Menschen sehr viel Geld für den Import eines Pferdes, das sie, rein pferdefachlich betrachtet, wie schon gesagt-auch hätten hier finden können. Es wird mit Emotionen, Marketing und Handel gutes Geld verdient.
Natürlich kann ich nicht sagen: „Lasst die Mustangs in Amerika“, während ich selbst Pferde nach Portugal hole. Der Unterschied ist jedoch, dass ich aus den USA komme, die Hintergründe kenne und diesen Schritt mit Wissen, Erfahrung und einem hohen Verantwortungsbewusstsein gehe. Ich weiß, was auf die Pferde zukommt, und ich weiß auch, welche Verantwortung ich ihnen gegenüber trage.
Genau dieses Wissen möchte ich weitergeben. Ich begleite gerne Menschen, die sich bewusst für einen echten Mustang entscheiden, nicht, weil ein Mustang gerade im Trend liegt oder „cool“ ist, sondern weil sie verstanden haben, welche Verantwortung sie übernehmen.
Einen Mustang zu importieren bedeutet weit mehr, als sich einen Traum zu erfüllen. Es braucht Erfahrung, Geduld, Zeit, finanzielle Sicherheit und die Bereitschaft, dem Pferd langfristig gerecht zu werden. Wer diesen Weg bewusst gehen möchte, den unterstütze ich von Herzen gerne, ehrlich, transparent und mit dem Wissen aus langjähriger Erfahrung mit Wildpferden.
Für mich steht immer das Pferd-Mensch-Team im Mittelpunkt, nicht der Hype.
Hoofs & Heart Beats,
Karin und Landers
