MUSTANG FAKTEN
Was du wissen solltest
Was einen echten Mustang ausmacht –
Herkunft, Wildnis und natürliche Selektion
mus‧tang /ˈmʌstæŋ/ Substantiv [zählbar]
ein kleines wildlebendes Pferd in Nordamerika
Herkunft: Mustang (1800–1900) aus dem mexikanischen Spanisch mestengo, vom spanischen mesteño „herrenlos“, aus dem Lateinischen mixtus „gemischt“.
Mehr als 73.000 Mustangs und wilde Esel (Burros) leben derzeit auf öffentlichem Land in den Vereinigten Staaten.
Das Bureau of Land Management (BLM) sowie der Forest Service betreuen 179 sogenannte Herd Management Areas (HMAs) in mehreren westlichen Bundesstaaten.
Das verfügbare Land bietet jedoch nur ausreichend Nahrung und Wasser für etwa 27.000 Tiere – das offizielle „Appropriate Management Level“, das vom BLM festgelegt wurde.
Da die tatsächliche Population diese Zahl deutlich übersteigt, werden jedes Jahr Tausende Mustangs und Burros eingefangen und in ausgewiesene Auffang- und Haltungsanlagen gebracht.
Auf diese Weise versucht das BLM, eine Überpopulation zu verhindern, die andernfalls zu Futtermangel, Umweltschäden und erhöhter Sterblichkeit innerhalb der Herden führen würde.
Einst war es ihr Blut, das die Schiffe der Entdecker über die Ozeane trug. Garranos, Sorraias, Lusitanos – iberische Pferde, deren Linien sich in der Neuen Welt mit anderen vermischten und zu dem wurden, was wir heute Mustangs nennen. Stark. Wachsam. Frei.
Was macht den Mustang so besonders? Ganz einfach: natürliche Selektion.
Die Wahl der Elterntiere wird nicht durch Zuchtbücher bestimmt, sondern durch konkurrierende Hengste in freier Wildbahn. Die harten Lebensbedingungen lassen Schwäche nicht bestehen – nur die Starken mit gesunden Beinen und robuster Konstitution überleben.
Wildpferde mögen auf den ersten Blick unscheinbar wirken, doch in vielerlei Hinsicht sind sie die ursprünglichsten und leistungsfähigsten Pferde überhaupt. Die Wildnis ließ ihnen keine andere Wahl. Was entstand, sind Pferde mit außergewöhnlicher Intelligenz, Ausdauer und Widerstandskraft.
Wenn du einen Mustang vom BLM oder Forest Service kaufst, der bereits mehrere Jahre in Freiheit gelebt hat, kannst du sicher sein, ein außergewöhnlich gesundes, trittsicheres und gut sozialisiertes Pferd zu erhalten – was jedoch nicht automatisch bedeutet, dass es für ein Leben mit Menschen geeignet ist.
In dem Moment, in dem du ein Pferd kaufst, das nicht in freier Wildbahn gezeugt und geboren wurde, ist der Prozess der natürlichen Selektion unterbrochen.
Wildpferde werden durch funktionierende Herdenstrukturen und klare Hierarchien sozialisiert. Ihre bemerkenswerte Intelligenz entwickelt sich, weil ihre Sinne von Anfang an gefordert sind – sie müssen gute Entscheidungen treffen, um zu überleben. Ihre Ausdauer entsteht durch tägliche Futtersuche über viele Kilometer hinweg. Pferde, die ihr drittes Lebensjahr erreichen, sind nicht nur robust, sondern echte Überlebenskünstler.
Wenn du Fragen dazu hast kannst du mich hier erreichen.
